Andrea Herbold

2026 IM Tours France

Der Wettkampf in Tours war meine Langdistanz Nummer 16.
Tours ist eine Universitätsstadt in Frankreich und liegt zwischen den Flüssen Cher und Loire. Die Gegend ist bekannt für seine Schlösser im Loire-Tal. Tours bietet ein reiches kulturelles Erbe und ist eine tolle Gegend für eine Langdistanz.
Das Schwimmen findet ich einem Seitenarm der Loire statt. Dort ist eine bekannte Regattastrecke eingerichtet.
Der Verlauf der Schwimmstrecke ist überwiegend gerade aus und sehr gut markiert, mit nur einer Runde sehr angenehm zu schwimmen. Da es erst zwei Tage vor dem Wettkampf wieder richtig warm geworden ist war die Wassertemperatur nicht so hoch, es durfte mit Neoprenanzug geschwommen werden.
Am Schwimmstart kann man sich anhand der zu erwartenden Schwimmzeit in die entsprechende Gruppeeinordnen.
Ich rechne mit einer Zeit von circa 1:20 Stunden und stelle mich entsprechend an. Die Stimmung ist gut, die Athleten und Zuschauer sind gutgelaunt. Wir stehen alle entspannt am Schwimmstart und warten darauf, dass unsere Gruppe ins Wasser gehen darf.
Werner ist mit mir am Schwimmstart und begleitet mich Meter für Meter zum Schwimmeinstieg. Mit dem Startschuss gehen die ersten Athleten ins Wasser. Alle 6 Sekunden starten gemeinsam 6 Athleten. Gefühlt dauert es ewig, bis ich endlich in Richtung Schwimmstart komme. Werner ist so lange wie möglich an meiner Seite,während wir darauf warten, endlich starten zu können. Man ist doch etwas nervös und wartet darauf, dass es endlich los geht.
Dann bin ich endlich an der Reihe. Manche springen direkt mit einem Kopfsprung ins Wasser, ich ziehe es vor erst einmal mit den Füßen voran ins Wasser zu springen. Dann geht es auch schon los, man ist im Wettkampfmodus.
Beim Schwimmen ist es mein Ziel, ohne Stress die 3,8 km zu meistern. Ich gehe jedem Gerangel aus dem Weg, versuche mehr außen zu schwimmen und nehme auch ein paar Metermehr in Kauf, damit ich in Ruhe mein Tempo schwimmen kann. Die Bojen sind gut erkennbar, der Kurs ist angenehmen.
Beim Schwimmausstieg sind reichlich Helfer, die einem helfen aus dem Wasser zu kommen.
Der Weg vom Schwimmausstieg zur Wechselzone ist seeeehr lang.
Man überquert einen kleinen Fluss (es wurde extra ein Schwimmponton gebaut) und dann kommt man auf eine Straße mit sehr vielen Zuschauern. Auf dem Weg bis zu Wechselzone ist super viel Stimmung, die Leute stehen Spalier.
Da fällt es kaum auf, dass es ein recht langer Weg ist. Die Wechselzone befindet sich in einer Halle. Das ist sehr praktisch. Man hat wenig Stress mit den Temperaturen. Die Halle ist relativ kühl. Direkt am Eingang hängen die Wechselbeutel.

Schnell den Neo ausziehen, Radhelm und Radschuhe anziehen und dann zum Rad.
Es ist ein kurzer Weg bis zur Linie, und dann geht es auch schon aufs Rad. Am Anfang ist es noch recht voll, jedoch zieht sich das Feld nach und nachauseinander, sodass man gut fahren kann. Gefahren wird eine Runde mit 180 Kilometer und lediglich 850 Höhenmeter. Die Strecke ist landschaftlich sehr schön, es gibt einige Burgen und Schlösser, die man auch während des Wettkampfes wahrnehmen kann. Die Temperatur am Renntag ist relativ warm, in der Sonne sicherlich 35 – 36 Grad.
Die Verpflegungsstellen auf der Radstrecke sind ausreichend. Aufgrund der Temperatur mussten die Helferschauen, die Flaschen schnellstmöglich zu füllen. Der Bedarf an kühlendem Wasser war hoch. Alle Gefahrenstellen sind super ausgezeichnet, man kann sicher fahren ohne die Strecke zu kennen. Das Streckenprofil ist ziemlich flach,es gibt lediglich kleinere Hügel und nur kurze Abfahrten, die wenig Kühlung bringen. Ich stelle während des Wettkampfes fest, dass ich Strecken mit etwas mehr Höhenmeter bevorzuge. Nach 5 Stunden 52 Minuten bin ich nach 180 Kilometern wieder auf das Messegelände eingebogen und habe die Radschuh ein Laufschuhe getauscht. Man läuft los und der Laufkurs geht erst einmaldurch die Halle, in welcher auch der Zieleinlauf ist.

Es ist eine super Stimmung in der Halle und dann geht es raus auf die Laufstrecke.
Inzwischen ist es ganz schön heiß, es gibt wenig Schatten auf der Strecke.
Werner steht auch tapfer an der Strecke und feuert mich an. Auch für ihn wird es wieder ein langer Tag.
Der Laufkurs geht überwiegend am Wasser entlang. Die Strecke ist kurzweilige, es stehen viele Zuschauer an der Strecke. Die Franzosen sind ein lustiges Völkchen. Es ist toll wie jeder von den Franzosen sogar mit Namenangefeuert werden. Die Verpflegungsstellen sind ebenfalls ausreichend, ich vermisse Eiswürfel zum kühlen.
In Frankreich sind Eiswürfel anscheinend nicht üblich. Insgesamt werden 3 Runden gelaufen, man läuft fast komplett alles nur in eine Richtung. Auf der Strecke gibt es auch eine Brücke, die leider ganz schön nachschwingt.
Mein Gleichgewichtssinn sowie mein Magen mögen diese Bewegungen nicht. Ich ziehe es deshalb vor, zügig über die Brücke zugehen. Nach jeder Runde geht es wieder durch die Halle.
Werner hat mir zugerufen, dass ich auf dem 3. Platz bin. Das hat mich super gefreut, mit dieser Platzierung wäre ich super zufrieden. Auf der 3. Runde rebelliert leider etwas mein Magen. Aufgrund der Wärme habe ich eventuell zu wenig getrunken oder zu viele Kohlehydrate zu mir genommen.
Während solch einem Rennen über viele Stunden kann viel passieren.
Ich lege die ein- oder andere Gehpause ein.
Von Werner weiß ich, dass ich zur 4. Athletin einen großen Vorsprung haben, da dürfte nichts passieren.

Nach 12:02 Stunden laufe ich glücklich und zufrieden ins Ziel.

Werner wartete bereits auf mich und hängt mir die Finishermedaille um.
Und wieder ein Rennen gefinisht, einen Platz auf dem Podium und gesund ins Ziel gekommen.
Was möchte man mehr. Wie heißt es so schön, nach dem Rennen ist vor dem Rennen.
Ja so wird es wohl sein.

Jetzt heißt es etwas regenerieren und dann kann die Reise nach Hawaii los gehen.

AK Platz
W60

Overall

swimm

bike

run

Rank
M/W

Rank
overall

StNr

3

12:02:49

1:18:31

5:52:34

4:39:20

106

1.344

3

 

Distance

Time

Pace

Rank
by gender

AK-Platz
W60

           

TOTAL swim

3,8 km

1:18:31

2:04/100m

135

1

           

1. Bike Split:

31,3 km

0:54:50

34,32 km/h

   

2. Bike Split:

69,7 km

2:05:47

32,44 km/h

   

3. Bike Split:

99,3 km

3:06:29

29,25 km/h

   

4. Bike Split:

123,8 km

3:54:50

30,35 km/h

   

5. Bike Split:

153,5 km

4:56:52

28,78 km/h

   

6. Bike Split:

180,0 km

5:52:34

27,74 km/h

   
           

TOTAL bike

180,0 km

5:52:34

30,51 km/h

107

2

           

1. Run Split:

0,34 km

0:02:08

6:27 min/km

   

2. Run Split:

0,90 km

0:05:17

5:32 min/km

   

3. Run Split:

3,40 km

0:19:59

5:58 min/km

   

4. Run Split:

9,10 km

0:54:37

6:06 min/km

   

5. Run Split:

13,80 km

1:23:45

6:12 min/km

   

6. Run Split:

14,30 km

1:26:27

5:24 min/km

   

7. Run Split:

14,80 km

1:29:52

5:54 min/km

   

8. Run Split:

17,30 km

1:45:56

6:32 min/km

   

9. Run Split:

22,90 km

2:22:35

6:27 min/km

   

10. Run Split:

27,70 km

2:56:43

7:17 min/km

   

11. Run Split:

28,20 km

3:00:16

7:07 min/km

   

12. Run Split:

28,70 km

3:04:12

6:55 min/km

   

13. Run Split:

31,20 km

4:04:37

7:03 min/km

   

14. Run Split:

36,90 km

4:36:06

7:36 min/km

   

15. Run Split:

41,50 km

4:38:55

6:44 min/km

   

16. Run Split:

42,00 km

4:38:55

5:45 min/km

   

17. Run Split:

42,20 km

4:39:20

5:56 min/km

   
           

TOTAL run

42,2 km

4:39:20

6:38 min/km

137

3

           

Transition

 

Time

     

T 1:

swim-to-bike

6:54

     

T 2:

bike-to-run

5:32